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Samuel Koch hat Sehnsucht nach „Dialog mit den Zuschauern“

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Samuel Koch hat Sehnsucht nach „Dialog mit den Zuschauern“

Der Schauspieler spricht über seine Pläne nach dem Ende der häuslichen Quarantäne.

Samuel Koch am Rande seines Auftritts für die Künstlerplattform «Artists Against Corona».

Samuel Koch am Rande seines Auftritts für die Künstlerplattform „Artists Against Corona“. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Der Schauspieler Samuel Koch konnte der Zeit, die er in Corona-Quarantäne verbringen musste, etwas abgewinnen. „Ich konnte das sehr gut nutze“, sagte der 32-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ein Freund habe ihn mal «Quarantänosaurus Rex» genannt. Damit ist gemeint, dass er schon viel Zeit mit Schlimmeren erlebt hat.

„Ich lag mal ein Jahr in Quarantäne in einem Zimmer rum, viele Monate mit Schlauch im Hals“,

sagte Koch. Er ist seit einem schweren Sturz bei „Wetten, dass..?“ im Jahr 2010 querschnittsgelähmt. Wie oft er noch an den Unfall denkt? „Selten.“

In häuslicher Isolation war Koch, weil er bei einem Essen mit einer infizierten Person war. Corona-Tests seien bei ihm negativ geblieben. Er habe in der Pandemie-Zeit viel gelesen. Wirtschaftlich sei der Schaden durch die Ausfälle von Veranstaltungen und Vorstellungen für ihn immens. Aber er habe ein „komisches, vielleicht auch naives Vertrauen, dass schon alles gut wird“, so Koch. Er glaubt demnach, dass an dem Satz „Jede Krise ist eine Chance“ etwas dran ist.

„Gesellschaftlich fand ich es besonders und erstaunlich, wozu wir in der Lage sind, was wir alles schaffen können, und welche Opfer wir bereit sind zu geben.“

Mitwirkung bei „Artists against Corona“

In Berlin machte Koch wie bereits zuvor Ingo Appelt und Ingmar Stadelmann bei der Video-Plattform „Artists against Corona“ mit. Dabei treten Künstler und Künstlerinnen vor leeren Rängen in den „Wühlmäusen“ auf, dem Theater von Dieter Hallervorden. Auch in Wien soll es die Reihe geben, wie Produzent Michael Starkl sagte. Das Publikum kann die aufwendig produzierten Videos im Internet ansehen und mit Geld die von der Krise gebeutelten Kreativen unterstützen.

Eines von Samuel Kochs Themen, über das er dort sprechen wollte: Resilienz – die psychische Widerstandsfähigkeit. Er arbeitet als Schauspieler im Nationaltheater Mannheim. Trotz Möglichkeiten wie Live-Schalten fehlt ihm das Publikum: „Da habe ich eine große Sehnsucht, zumindest nach dem Dialog mit den Zuschauern.“ Nach der Sommerpause soll der Theaterbetrieb wieder losgehen, auch Film- und Fernsehprojekte stehen laut Koch dieses Jahr an.

(RP/dpa)

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