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Schwerbehinderte kämpfen um Rechte als Fährpassagiere

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Schwerbehinderte kämpfen um Rechte als Fährpassagiere

Außerdem: Frankfurter S-Bahnhöfe +++ Heilmittelversorgung +++ Fußball +++ Sachsen-Anhalt +++ Tod eines Instagram-Stars

Eine Frau im Rollstuhl steht am Fährhaus vor einem Metalltor. (Foto: Mohssen Assanimoghaddam)

Eine Frau im Rollstuhl steht am Fährhaus vor einem Metalltor. (Foto: Mohssen Assanimoghaddam)

Für Schwerbehinderte muss die Fährfahrt zur Insel Borkum kostenlos sein – mit dieser Forderung liegt der Borkumer Bruno Haenelt bereits seit sechs Jahren im Rechtsstreit mit der Reederei AG Ems in Emden. Juristisch ist der Fall kompliziert und liegt inzwischen nach zwei Vorinstanzen zur letzten Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Davon lässt sich der 77-jährige Haenelt jedoch nicht abschrecken: „Wenn ich in Leipzig gewinne, kann sich das Urteil auf den Fährverkehr zu vielen anderen Inseln auswirken“, hofft der schwerbehinderte Rentner. Eine ähnliche Klage läuft bereits zum Fährbetrieb nach Norderney. (dpa/lni)

Frankfurter S-Bahnhöfe am Hauptbahnhof und an der Hauptwache künftig mit Leitsystem für Sehbehinderte

Das Land Hessen steuert 4,54 Millionen Euro zur Modernisierung der Frankfurter S-Bahnhöfe am Hauptbahnhof und der Hauptwache bei. Wie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mitteilte, übernimmt das Land damit über ein Fünftel der Gesamtkosten von rund 20,7 Millionen Euro.

Zweck der Umbaumaßnahmen: Die Bahnhöfe sollen übersichtlicher und heller werden, die Orientierung soll leichterfallen. Dazu werden unter anderem die Wände mit farbigem Glas verkleidet. Am Boden soll es ein Leitsystem für Sehbehinderte geben. Bis Dezember 2020 sollen die bereits laufenden Bauarbeiten abgeschlossen sein. Auch andere Frankfurter S-Bahnhöfe werden derzeit modernisiert. (dpa/lhe)

Heilmittelversorgung wird immer wichtiger

Die Versorgung mit Heilmitteln wird nach Einschätzung der Bundesregierung in der älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger. Der Bedeutungsgewinn der Heilmittelleistungen zeige sich auch am deutlichen Anstieg der Verordnungen zwischen 2011 und 2017 um 12,2 Prozent. Die Ausgaben der Krankenkassen für Heilmittel seien im selben Zeitraum um 42,6 Prozent gestiegen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Mit der Verabschiedung des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) in der vergangenen Wahlperiode habe der Gesetzgeber auf den Bedeutungsgewinn reagiert. Es bestehe aber weiter Handlungsbedarf. So solle das Schulgeld für die Ausbildung in den Gesundheitsberufen entfallen. Zudem werde die Zahlung von Ausbildungsvergütungen in weiteren Berufen wie etwa den Sozial- und Pflegeberufen angestrebt.

Heilmittelleistungen sind medizinische Behandlungen, die von Vertragsärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden. Zu den Heilmitteln zählen die Anwendungen der Physiotherapie, der Logopädie bei Stimm-, Sprech-, und Sprachstörungen, der Ergotherapie bei Störungen der Motorik oder der Sinnesorgane und der Podologie (Fuß-Heilkunde). (hib/PK)

Der Deutsche Fußball-Meister der Werkstätten kommt aus Hannover

Die Fußballer der Hannoverschen Werkstätten freuen sich über den Titel. (Foto: Carsten Kobow)

Die Fußballer der Hannoverschen Werkstätten freuen sich über den Titel. (Foto: Carsten Kobow)

Jedes Jahr findet in Duisburg die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen statt. 16 Mannschaften nehmen teil. Vertretend für jedes Bundesland tritt ein Team an. Am Donnerstag (6.9.2018) sicherten sich die Hannoversche Werkstätten gem. GmbH in einem spannenden Finale gegen die Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit 7:6 nach Verlängerung und 8-Meter-Schießen den Titel.

Ausgerichtet wird die Deutsche Meisterschaft von der DFB-Stiftung Sepp Herberger, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), Special Olympics Deutschland und dem deutschen Behindertensportverband.

Der neue Geschäftsführer der Hannoverschen Werkstätten, Manfred Willems, freut sich: „Wir sind unheimlich stolz auf das, was unsere Fußballmannschaft geleistet hat. Einige unserer Spieler haben die Möglichkeit erhalten, in Fußballclubs mit inklusiven Angebo-ten in Hannover zu trainieren und sich so weiterzuentwickeln. Ich würde mir wünschen, dass die Vereine sich noch mehr öffnen. Vom Einsatz und der Leidenschaft unserer Spieler kann man nur profitieren.“ (RP)

Rentner mit Rollstuhl verirrt sich auf befahrene Straße

Mit seinem Rollstuhl war ein Rentner in Schwieberdingen (Baden-Württemberg, Kreis Ludwigsburg) in Richtung Bundesstraße 10 unterwegs und musste von der Polizei gestoppt werden. Mehrere Autofahrer alarmierten am vergangenen Mittwoch die Polizei. Einer griff schließlich ein und hielt den 94 Jahre alten Mann auf der Anschlussstelle zur B 10 bis zum Eintreffen der Beamten auf. „Wir wissen nicht, wie viele Kilometer er bis dahin schon zurückgelegt hatte“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Rentner wohnte in einem einige Hundert Meter entfernten Seniorenheim und hatte mutmaßlich den Weg nicht mehr zurückgefunden.

Da sein elektrisches Gefährt nicht in den Streifenwagen passte, eskortierte ihn die Polizei: Im Schritttempo begleitete eine Beamtin ihn zurück ins Heim, ein Streifenwagen fuhr hinterher. (dpa/lsw)

Sachsen-Anhalt: Immer weniger Kinder mit Schwerbehindertenausweis

Die Zahl von Kleinkindern mit einem Schwerbehindertenausweis hat in Sachsen-Anhalt stark abgenommen. Im vergangenen Jahr hätten 17 Kinder einen solchen Ausweis aufgrund einer angeborenen Behinderung besessen, teilte das Statistische Landesamt in Halle mit. 2005 seien es noch 175 Kinder im Alter bis drei gewesen. Das entspreche einem Rückgang um 91 Prozent. Auch bei den Vorschulkindern von vier bis sechs Jahren sei der Trend rückläufig. 2004 hätten in der Altersgruppe noch 215 Mädchen und Jungen einen Schwerbehindertenausweis wegen einer gesundheitlichen Einschränkung seit der Geburt besessen, 2017 noch 29 Kinder. (dpa/sa)

Instagram-Star stirbt mit 21 Jahren

Claire Wineland (Foto: Instagram/claire.wineland)

Claire Wineland (Foto: Instagram/claire.wineland)

Seit ihrer Kindheit litt der Social-Media-Star Claire Wineland (120.000 Follower auf Instagram) an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose. Sie unterzog sich deshalb einer Lungentransplantation. Diese verlief zwar gut, doch nur wenige Tage später starb die 21-Jährige. Die Ärzte hatten vergeblich versucht, ihr Leben zu retten. Focus

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