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Sein letzter Wunsch: ein Becher Eis

Ausland

Sein letzter Wunsch: ein Becher Eis

Ambulanz macht für Sterbenden einen Zwischenstopp und postet das Ergebnis auf Facebook. Muss das sein?

Ron McCartney genießt ein Karamel-Eis. (Foto: Queensland Ambulance Service)

Ron McCartney genießt ein Karamel-Eis. (Foto: Queensland Ambulance Service)

Auch der Tod ist dank Facebook & Co. schon längst keine private Angelegenheit mehr. Dir wird eine rührende Geste zuteil, bevor du stirbst? Dank sogenannten sozialen Netzwerken kann man inzwischen offensichtlich davon ausgehen, dass wenig später die ganze Welt davon erfährt. Jedenfalls, wenn man mit dem Ambulanten Dienst des Bundesstaats Queensland (QAS) unterwegs ist, der regelmäßig Fotos von seinen Einsätzen auf Facebook veröffentlicht – so auch posthum ein Foto, das Ron McCartney bei seinem letzten Becher Eis zeigt.

Auf der Fahrt ins Krankenhaus hat das Ambulanz-Team dem todkranken Krebs-Patienten einen letzten Wunsch erfüllt. Der Krankenwagen legte einen Stopp ein, um dem 72-jährigen vor der Verlegung auf eine Palliativ-Station noch einen Becher Eis zu besorgen. McCartney, der die Tage zuvor kaum noch gegessen hatte, starb dann am vergangenen Samstag in der Klinik. Er hatte 17 Jahre lang an Bauchspeicheldrüsenkrebs gelitten.

Seine Tochter Danielle Smith bedankte sich bei den Pflegern herzlich für die ungewöhnliche Geste – selbstverständlich auch via Facebook. „Dad hat das so genossen“, schrieb sie. „Meine Mutter und ich können gar nicht genug Danke dafür sagen.“

(RP/mit Materialien von dpa)

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8 Kommentare

8 Comments

  1. Jan Kajnath

    5. September 2018 um 11:41

    Ich finde die Geste toll!

  2. Manfred Schwarz

    5. September 2018 um 11:43

    Das hängt ganz davon ab, wie die Betroffenen dazu stehen. Grundsätzlich ist ein entspannter Umgang mit dem Tod wünschenswert.

  3. Leni Littwin

    5. September 2018 um 12:16

    Ich finde daran auch nichts verwerflich, so lange die Personen ihr Einverständnis gegeben haben.

  4. Jan Denk

    5. September 2018 um 12:38

    Warum sollte man das nicht machen und er sieht in diesem Moment nicht unglücklich aus, deshalb ein Zeichen von Menschlichkeit, prima…

  5. Christian Gloetzer

    5. September 2018 um 13:19

    Menschlich sofern das Einverständnis vorhanden war

  6. Mathilde Schmidt

    5. September 2018 um 13:22

    Anhalten ja,Wunsch erfüllen Spitze! Aber im Netz Posten?

  7. Julia Koch

    5. September 2018 um 13:43

    Der Tod gehört zum Leben dazu und wird immer Diskusionen hervor rufen. Jeder ist anderer Meinung darüber. Ich finde es gut das das Team ihm ein Eis besorgt hat. Wenn er es haben möchte!!! Schlimmer kann es ja nicht mehr werden.

    • Manfred Schwarz

      5. September 2018 um 15:40

      Hängt davon ab, wie es schmeckt.:-)

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