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Sex mit Dimitri Zorzos

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Sex mit Dimitri Zorzos

Außerdem: Humorvoller Umgang mit Behinderung +++ Mehr Bücher für Menschen mit Seh- und Lesebehinderung gefordert +++ Neuer Verein für Behinderte und deren Assistenten gegründet +++ Selbstvertretungsorganisationen von behinderten Menschen aus Palästina +++

(Screenshot: Ztv)

(Screenshot: Ztv)

Der Spanier Dimitri Zorzos ist 39 Jahre alt und bietet sexuelle Dienstleistungen an. Menschen mit Behinderung buchen bei ihm intime Stunden. Noch immer ist für viele Menschen Sex mit Behinderten ein großes Tabu-Thema – und für manche Frauen ist ein Treffen mit Dimitri der erste sexuelle Kontakt ihres Lebens. Video: Brigitte

Humorvoller Umgang mit Behinderung

OBO-TV, das Fernsehen der Offenen Behindertenarbeit in Coburg (Bayern), hat bei den Lokalrundfunktagen 2018 den mit 3.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Sparten- oder Sondersendung gewonnen. OBO-TV hat den Ursprung deutscher Redewendungen untersucht und zeigt im Gewinnerbeitrag erstaunlich witzige Ergebnisse, so die Jury, zu der unter anderem die bekannte Fernsehjournalistin Kathrin Müller-Hohenstein gehört. Sie überzeugte vor allem der humorvolle Umgang der Macher, die sich mit ihren Behinderungen auf charmante und entspannte Art vor der Kamera präsentieren. „Die Verantwortlichen Alexander Mrazek und Ulrike Luthardt sind unwahrscheinlich reflektiert mit der schwierigen Situation umgegangen, Behinderte nicht vorzuführen, sondern sie als Akteure und als Mitverantwortliche zu zeigen. So ist den Beteiligten gelungen, sich selbst mit sehr viel Ironie über ihre eigene Situation einzubringen“, sagte Dr. Florian Schuller von der Jury. (RP/PM)

Mehr Bücher für Menschen mit Seh- und Lesebehinderung gefordert

Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt Bund und Ländern, die Übertragung von Literatur, Kunst und Wissenschaft in barrierefreie Formate wie Brailleschrift, Großdruck oder Hörbuch stärker öffentlich zu fördern. Ebenso sollten sie Bibliotheken und Bildungseinrichtungen mehr Mittel für den Ausbau ihrer Barrierefreiheit zur Verfügung stellen.

Anlässlich des heute im Bundestag eingebrachten Gesetzesentwurfs der Bundesregierung für einen verbesserten Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken zugunsten von Menschen mit einer Seh- oder Lesebehinderung (Drucksache 19/3071 vom 29.06.2018) weist das Institut darauf hin, dass die Bundesregierung die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention bislang nur unvollständig aufgreift. „Der Gesetzentwurf lässt offen, ob die Kosten für die Übertragung in ein barrierefreies Format von Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen selbst getragen werden müssen“, erklärt Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte. „Es ist klare Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention, dass die Kosten für barrierefreie Angebote nicht den Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen aufgebürdet werden dürfen. Sie würden sonst im Zugang zu Büchern und Literatur benachteiligt“, so Aichele weiter.

Die UN-Behindertenkonvention verlangt zudem, dass Bibliotheken und Bildungseinrichtungen inklusiv sein sollen: Die Gebäude sowie die angebotenen Dienstleistungen müssen barrierefrei sein, so dass Menschen mit Behinderungen die nötige Unterstützung erhalten.

Bislang haben blinde, seh- und lesebehinderte Menschen in Deutschland Zugang zu höchstens fünf Prozent der Literatur, Kunst und Wissenschaft.

Das Institut ist mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention betraut worden und hat hierfür die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention eingerichtet. Es hat gemäß der UN-Konvention (Artikel 33 Absatz 2 UN-BRK) den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit 2009 in Deutschland rechtsverbindlich. (RP/PM)

„mit uns e.V.“ gegründet

Vorsitzende des neuen Vereins ist Anett Feige (vorne links.)

Vorsitzende des neuen Vereins ist Anett Feige (vorne links.)

Am 30. Juni fand die Gründungsversammlung des neuen Vereins „mit uns e.V. – Verein zur Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und deren Assistenzen“ in Lobbach (Baden-Württemberg) statt. Der Verein berät und unterstützt laut der Vorsitzenden Annett Feige Menschen mit Behinderungen jeglicher Art, Menschen die von einer Behinderung bedroht sind, sowie deren Angehörige. Das Angebot umfasst Beratungen zum persönlichen Budget, zur Pflege und umfassende Sozialberatungen.

Gleichzeitig will „mit uns e.V.“ auch Assistenten die Möglichkeit zur Beratung und Unterstützung bei Problemen oder als Anlaufstelle zum gemeinsamen Austausch untereinander bieten: „Gemeinsam miteinander für eine inklusive Gesellschaft, dafür steht dieser Verein. Jede/r der selbstbestimmt leben möchte, findet im Verein die Unterstützung die er oder sie benötigt. Aber auch wer die so wichtige Vereinsarbeit für eine inklusive Gesellschaft unterstützen möchte, ist im Verein mit uns e.V. – Verein zur Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und deren Assistenzen – herzlich Willkommen.“ Kontakt: Anett Feige, E-Mail-Adresse: anettfeige@gmx.de (PM/af)

Von Ramallah nach Berlin: Selbstvertretungsorganisationen von behinderten Menschen aus Palästina zu Besuch

Willkommen zum interkulturellen Austausch (Foto: ISL)

Willkommen zum interkulturellen Austausch (Foto: ISL)

Eine Delegation behinderter Menschen aus Ramallah und dem Westjordanland überschüttete den ISL-Pressereferent Alexander Ahrens mit Fragen, als er am Donnerstag vergangener Woche bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Arbeit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL vorstellte. „Die Beteiligten wollten mir gar nicht glauben, als ich sie auf Nachfrage über den Verdienst von behinderten Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen informierte,“ berichtet Ahrens.

Bei der zweistündigen Veranstaltung wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden aus dem Nahen Osten die behindertenpolitische Arbeit, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die aktuellen Herausforderungen der Behindertenpolitik in Deutschland angeregt diskutiert. Des Weiteren stellten die Sozialhelden e.V. ihre Aktivitäten vor.

Die GIZ veranstaltete eine Woche lang in Bonn und Berlin eine Studienreise für Selbstvertretungsorganisationen von behinderten Menschen im Rahmen des Projekts „Förderung der Zivilgesellschaft in den Palästinensischen Gebieten“. Im weiteren Verlauf beabsichtigt die GIZ, weiterhin mit der ISL zu diesem Thema zusammenzuarbeiten. (PM)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. daniel

    6. Juli 2018 um 03:05

    Was konnte die Delegation an den Zuständen in Behindertenwerkstätten nicht glauben ?

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