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Starbucks-Mitarbeiter beleidigt stotternden Kunden

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Starbucks-Mitarbeiter beleidigt stotternden Kunden

Außerdem: Erster Arbeitsmarkt statt Behindertenwerkstatt +++ Weiter Förderschulen in NRW +++ Inklusionslauf am 25.8. in Berlin +++ Pflege und Partizipation

Starbucks Coffee (die hier gezeigte Filiale in Stuttgart hat nichts mit dem Vorfall zu tun; Foto: Christoph Hoffmann, CC BY-SA 2.0 de)

Starbucks Coffee (die hier gezeigte Filiale in Stuttgart hat nichts mit dem Vorfall zu tun; Foto: Christoph Hoffmann, CC BY-SA 2.0 de)

Die Kaffeekette Starbucks erlebt schon wieder einen Shitstorm. Ein Mitarbeiter in den USA hatte sich über einen stotternden Kunden lustig gemacht. Starbucks teilte mit, dass man den Mitarbeiter gefeuert habe. Ein solches Verhalten entspreche nicht den Standards des Unternehmens. Der Kunde namens Sam, der sich beschwert hatte, wurde seinen Angaben zufolge von dem Unternehmen ein Gutschein im Wert von 5 Dollar angeboten. Starbucks war bereits im April wegen Rassismusvorwürfen in die Schlagzeilen geraten. Heute

„Ich gehöre auf den ersten Arbeitsmarkt!“

Anna-Lotta Mentzendorff hat das Down-Syndrom. Über sich selbst würde die 22-Jährige nie sagen, dass sie beeinträchtigt oder gar behindert ist. Statt wie empfohlen in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten, hat sie für eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gekämpft. Mit Erfolg. Sie ist jetzt Angestellte in der Mensa der Gebrüder-Körting-Schule in Hannover. Evangelisch

Nordrhein-Westfalen will an Förderschulen vorerst festhalten

Alles inklusiv?! Das gemeinsame Lernen für Schüler mit und ohne Behinderung soll in Nordrhein-Westfalen künftig auf bestimmte weiterführende Schulen konzentriert werden. Ab dem Schuljahr 2020/2021 dürften Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien in Nordrhein-Westfalen nur noch dann inklusiven Unterricht anbieten, wenn sie dafür bestimmte Qualitätsstandards erfüllten. Das kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vor Journalisten in Düsseldorf an. Diese Kriterien seien notwendig, „um den Wünschen vieler Eltern nach qualitativ hochwertigem inklusiven Unterricht an allgemeinen Schulen zu entsprechen“. ROLLINGPLANET, Domradio, SPD NRW

Inklusionslauf am 25. August 2018 in Berlin

Läuferinnen und Läufer können sich ab sofort für den SoVD-Inklusionslauf anmelden. Darüber informiert ein Videoclip des Sozialverbandes Deutschlands. „Der Inklusionslauf ist keiner der üblichen Wettbewerbe, denn er bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Was zählt, ist das gemeinsame Erlebnis, nicht die Konkurrenz. Deshalb rufen wir zur Teilnahme am 5. SoVD Inklusionslauf auf“, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Der Abbau von Hürden im Alltag und in den Köpfen könne gelingen, wenn die Inklusionsidee weiter wachse, so Bauer. Das Video zeigt behinderte und nicht behinderte Sportlerinnen und Sportler, die sich auf den Inklusionslauf vorbereiten.

Der SoVD-Inklusionslauf startet am 25. August 2018 auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Schirmherr ist Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Die Veranstaltung wird vom SoVD in Kooperation mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), dem Berliner Leichtathletik-Verband (BLV), der Lebenshilfe Berlin sowie der Evangelischen Bank organisiert. Die inklusive Veranstaltung wird seit Jahren von der Aktion Mensch gefördert und richtet sich an alle Interessierten aus ganz Deutschland. (RP/PM)

Partizipation braucht Ressourcen

Eine umfassende Partizipation auf Augenhöhe der Pflegebedürftigenvertretungen forderte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL bei der Auftaktveranstaltung der „Konzertierten Aktion Pflege“ in Berlin. Die Bundesminister Jens Spahn, Dr. Franziska Giffey und Hubertus Heil hatten relevante Akteurinnen und Akteure wie Leistungserbringer, Kranken-/Pflegekassen, Sozialpartner, Berufsverbände, Länder und kommunale Spitzenverbände eingeladen, um ihr Vorhaben zu präsentieren: Mit dem Ziel, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von beruflich Pflegenden rasch spürbar zu verbessern, werden verschiedene Aspekte der Thematik in fünf Arbeitsgruppen bis zu ein Jahr lang bearbeitet.

„Als eine der sechs Organisationen der Pflegebedürftigenvertretung waren wir zwar auch eingeladen worden, aber für die Pflegebedürftigenvertretung waren nur zwei Plätze in der rund 40-köpfigen Runde vorgesehen,“ kritisiert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. Bei der Veranstaltung mahnte sie Ressourcen für die Pflegebedürftigenvertretung an, eine Arbeit, die zumindest bei der ISL rein ehrenamtlich erbracht wird. „So ist mittel- und langfristig keine Partizipation auf Augenhöhe möglich“, betonte Arnade. Weiter forderte sie, das Arbeitgebermodell, das sich behinderte Menschen erkämpft haben, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, bei den Reformbemühungen mitzudenken, abzusichern und nicht in Frage zu stellen.

Geplant ist, dass die Arbeitsgruppen ab Herbst tagen und die Ergebnisse im Sommer 2019 vorliegen. (RP/PM)

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