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Tim Wiese, das Parkplatzschwein

Das Aufreger-Thema

Tim Wiese, das Parkplatzschwein

Außerdem: Unter welchen Schwierigkeiten die gehörlose Jana Schwager ihre Gebärdensprachschule in Heidelberg gründete +++ Deutsche Rheuma-Liga schreibt Herta-Seebaß-Medienpreis 2018 aus

Tim Wiese (Archivfoto: Von Steindy (talk) 14:04, 27 June 2011 (UTC) - Eigenes Werk, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15634516" rel="noopener" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)

Tim Wiese (Archivfoto: Von Steindy (talk) 14:04, 27 June 2011 (UTC) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0)

Bei manchen Prominenten wundert es uns ja irgendwie nicht, wenn sie als Parkplatzschweine, die sich unberechtigt auf Behindertenparkplätzen lümmeln, ertappt werden. Zu ihnen zählen etwa Bushido, Max Kruse oder aktuell Tim Wiese, der uns schon in der Vergangenheit nicht als besonders helles Köpfchen aufgefallen ist.

Der 36-Jährige Ex-Torhüter von Werder Bremen parkte laut Medienberichten seinen Lamborghini in Bremen auf einem Behindertenparkplatz und zugleich den Wagen eines gehbehinderten Rentners zu. Der 91-Jährige musste 20 Minuten auf Wiese warten, bis er in sein Auto steigen konnte. Wiese soll dabei handgreiflich gegen den empörten Senior geworden sein. Der Ex-Fußballer sieht den Vorfall nicht so dramatisch: „Der Opa soll sich nicht so anstellen. So schlimm war das nicht. Ich wollte den nicht schubsen, sondern in den Arm nehmen, damit er sich beruhigt.“ Zu dumm für Wiese, dass es Zeugen, Fotos und ein Video gibt, die anderes belegen. „Wir ermitteln gegen (Wiese) wegen Beleidigung, Nötigung und Körperverletzung“, sagte die Sprecherin der Bremer Polizei.

Eine Ausrede hat Wiese auch dafür, dass er auf einem Behindertenparkplatz stand: „Ich hatte einen behinderten Jungen dabei. Ich habe ihm ein Fernlenk-Auto gekauft.“ Dass niemand den besagten Jungen gesehen hat, kann Wiese nicht erschüttern: „Der war schon wieder bei seiner Mutter.“ Bild

Sprache ist nicht gleich Sprechen

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) wurde 2002 in Deutschland endlich anerkannt. Kurz danach 2003 eröffnete die gehörlose Jana Schwager ihre Gebärdensprachschule in Heidelberg. Obwohl es es zum perfekten Zeitpunkt geschah, war die Gründung trotzdem nicht einfach, denn für die Ämter war die Vorstellung einer tauben Existenzgründerin ganz neu. „Bevor ich gründen konnte, musste ich meine Qualifikation nachweisen. Deshalb habe ich die Weiterbildung als sprachwissenschaftlich qualifizierte Dozentin für Gebärdensprache an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main absolviert“, so Schwager.

Anfangs gab es nur Abend-, Intensiv- und Wochenendkurse sowie einige Frühförderungsangebote für Kinder. Da das Interesse zum Erlernen der Gebärdensprache ständig zunimmt, bietet die Gebärdensprachschule heute mit mehreren Dozenten ein breitgefächertes Angebot, sowohl für den privaten als auch für den beruflichen Einsatz. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums findet am 8. und 9. Juni 2018 im Bürgerhaus in Heidelberg eine zweitägige Veranstaltung mit Fachvorträgen, Kinderprogramm, Gebärdensprachfestival und einer Abendgala statt.

Ein Interview dazu mit Schwager ist auf dem Portal für Hörbehinderte www.deafservice.de als Experteninterview zu lesen. (RP/PM)

Deutsche Rheuma-Liga schreibt Herta-Seebaß-Medienpreis 2018 aus

„Rheuma – rechtzeitig reagieren“ – unter diesem Motto schreibt die Deutsche Rheuma-Liga zum zehnten Mal den Herta-Seebaß-Medienpreis aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und soll dazu beitragen, die Belange und Bedürfnisse rheumakranker Menschen stärker an die Öffentlichkeit zu bringen.

Etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Unabhängig vom Krankheitsbild gilt: Je eher die Erkrankung erkannt wird und die Therapie einsetzt, desto besser sind die Erfolgsaussichten für die Behandlung und desto eher lassen sich bleibende Folgeschäden verhindern. Um eine fachlich optimale Versorgung zu gewährleisten, sollten Patienten spätestens drei Monate nach Auftreten der ersten Symptome in Behandlung bei einem Facharzt sein. Dies sei oft nicht leicht, da es noch immer zu wenig Rheumatologen gibt. Bei rheumatoider Arthritis etwa dauert es durchschnittlich 14 Monate, bis Patienten ihren ersten Termin beim internistischen Rheumatologen bekommen, für Erkrankungen wie Morbus Bechterew (Axiale Spondyloarthritis) liegt die Zeitspanne zwischen ersten Symptomen und Arztbesuch beim internistischen Rheumatologen sogar bei durchschnittlich 3,1 Jahren. Welche Folgen hat der lange Weg zur Diagnose für die Gesundheit der Betroffenen – körperlich und psychisch? Welche Maßnahmen können dazu beitragen, die Früherkennung wirksam zu verbessern? Welche Versorgungsmodelle eignen sich dafür? Wie kann die Forschung dazu beitragen, künftig den Weg zur Diagnose und zur Therapie zu verkürzen?

Die Deutsche Rheuma-Liga freut sich auf laienverständliche Berichte, packende Geschichten über Menschen mit Rheuma und engagierten Ärzten, Therapeuten und Forschern. Alle Genres sind zugelassen: Print, Hörfunk, TV und selbstverständlich Online. Einsendeschluss ist der 15. August 2018. Die Verleihung findet am 9. November 2018 in Berlin statt. (RP/PM)

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

3 Kommentare

3 Kommentare

  1. Heiko La

    16. Mai 2018 um 20:37

    Und sowas ist oder war Vorbild für die Jugend

  2. Köpper Heinz

    16. Mai 2018 um 22:25

    Wenn ich jeden Tag sehe wie Leute die sich unberechtigt auf einen Behindertenparkplaetz stellen und ich mich jedes Mal aufregen würde sitze selbst im Rollstuhl ♿ hätte ich schon oft genug den Herztod erlitten! Aufregen bringt nix man müßte rigeroser Strafen

  3. Bettina Braun

    17. Mai 2018 um 07:59

    Furchtbarer Typ und mit was für einem unnmöglichen Benehmen er das Rechtfertigt. Wäre ich seine Mutter, würde ich mich schämen einen solchen Narzisten großgezogen zu haben.

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