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Urteil: Krankenkassen müssen Gebärdensprachkurse bezahlen

Für gehörlose und schwerhörige Menschen

Urteil: Krankenkassen müssen Gebärdensprachkurse bezahlen

Gericht entscheidet zugunsten eines Mannes, der sich auf seine möglicherweise bevorstehende Taubheit vorbereiten will.

Gericht entscheidet zugunsten eines Mannes, der sich auf seine möglicherweise bevorstehende Taubheit vorbereiten will.

(Foto: dpa)

(Foto: dpa)

Gesetzliche Versicherte haben einen Anspruch auf Sprachkurse für Gebärdensprache, wenn ihnen ein Arzt eine entsprechende Hörstörung bescheinigt. Das hat das Sozialgericht Koblenz in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. Die Teilnahme an solchen Kursen sei als Krankenbehandlung einzustufen, für die die gesetzlichen Krankenkassen im Falle medizinischer Notwendigkeit aufzukommen hätten, begründete das Gericht seine Entscheidung vom 1. März (S 14 AS 760/14).

Es gab damit einem Versicherten Recht, der an einer unheilbaren Hörstörung leidet. Da dem Mann die Taubheit droht, wollte er einen Sprachkurs von seiner Kasse bezahlt bekommen. Diese hatte sich aber geweigert. Das Urteil des Sozialgerichts zwingt sie nun zur Kostenübernahme.

(dpa/lrs)

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5 Kommentare

5 Kommentare

  1. Bettina Niemann

    18. März 2016 um 15:18

    Unglaublich gut!

  2. Manfred Joachim Sarrach

    19. März 2016 um 17:07

    Unglaublich. Es ist super

  3. Enibas von Bacherpen

    19. März 2016 um 19:47

    Ich wünschte, es hätte an meiner Schule damals Gebärdensprache als reguläres Fach gegeben. Das wäre garantiert der Hit gewesen. Wir mussten so viel unnützes Zeug lernen, Gebärdensprache hingegen wäre wirklich wertvolles und verwertbares Wissen gewesen

  4. Hardy

    29. August 2016 um 19:08

    Super. Nächstes ziel für mich ist, dass meine gehörlose tochter für ihre berufliche fortbildung (1/2 jahr) einen gebärdendolmetscher bezahlt bekommt: rund 20.000 euro

  5. Bajala

    23. März 2017 um 22:46

    Super!
    Nicht nur schön, sondern angemessen wäre es, wenn Gebärdensprachkurse oder -einzelförderung auch für Menschen, die andere Beeinträchtigungen der Kommunikation haben und daher nicht sprechen: Menschen im Autismus Spektrum zum Beispiel.

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