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Veränderte Farbwahrnehmung kann ein Anzeichen für Schizophrenie sein

Gesundheit & Medizin

Veränderte Farbwahrnehmung kann ein Anzeichen für Schizophrenie sein

Die Erkrankung lässt sich gut behandeln – wenn man sie früh genug erkennt.

Beeindruckend sind die grünen und himmelblauen Farbtöne in diesem Bild - eine Variante von Edward Munchs Gemälde "Der Schrei" aus dem Munch-Museum in Oslo (Foto: DB Munch Museum Oslo)

Beeindruckend sind die grasgrünen und weißen Farbflächen in diesem Bild – eine Variante von Edward Munchs Gemälde „Der Schrei“ aus dem Munch-Museum in Oslo (Foto: DB Munch Museum Oslo)

Eine veränderte oder intensivere Wahrnehmung von Geräuschen und Farben kann ein früher Hinweis auf Schizophrenie sein. Auch kognitive Veränderungen, etwa die nachlassende Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen oder sich sprachlich auszudrücken, sind mögliche Anzeichen.

Darauf weist Prof. Peter Falkai von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin hin. Angehörige erlebten die unter Halluzinationen oder Wahnvorstellungen leidenden Betroffene anfangs oft als abwesend und unkonzentriert oder nähmen deren Verhalten als befremdlich wahr.

Schizophrenie lässt sich gut behandeln

Falkai rät, bei solchen Symptomen so früh wie möglich professionelle Hilfe zu suchen. Schizophrenie, die nichts mit einer Persönlichkeitsspaltung zu tun habe, lasse sich gut behandeln. Üblicherweise wirke eine auf den einzelnen Patienten abgestimmte Kombination aus Medikamenten, Psychotherapie und anderen therapeutischen Verfahren.

Um im Alltag wieder klarzukommen, müssten die Betroffenen lernen, ihr durch die Krankheit verändertes Verhalten zu erkennen und die Auswirkungen auf ihr Umfeld einschätzen zu können. Derzeit sind in Deutschland etwa 800.000 Menschen von der zur Gruppe der Psychosen gehörenden Krankheit betroffen. Vermutlich beruhen viele Symptome von Schizophrenie auf einer veränderten Physiologie im Gehirn.

(dpa/tmn)


Psychische Erkrankungen

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3 Kommentare

3 Kommentare

  1. Michael Ziegert

    30. Mai 2013 um 12:11

    “ die nichts mit einer Persönlichkeitsspaltung zu tun habe“

    Schizophrenie ist vermutlich die häufigst missverstandene Krankheit überhaupt. Einfach mal nachlesen. Ich bin sicher, die meisten stellen sich unter Schizophrenie etwas anderes vor:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie

  2. Andrea Bröker

    30. Mai 2013 um 12:13

    Leider werden Menschen mit dieser Erkrankung immer noch sehr stigmatisiert. Dabei sind das ganz normale Leute.

  3. Gastxy

    31. Mai 2013 um 20:14

    Dr. Falkai, der maßgebliche Lobbyarbeit für Legalisierung von Zwangsbehandlung betrieben hat, beweist durch derart vage Äußerungen mal wieder die „Wissenschafltichkeit“ der Psychiatrie. Farbenblind oder schizophren? Und die Fähigkeit zu Schlußfolgerungen? Klar: alles was „befremdlich“ erscheint, sollte dringend in die Psychiatrie – je früher desto besser. Für wen?

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