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Warum Senioren oft nicht wissen, was sie tun sollen

Alltag

Warum Senioren oft nicht wissen, was sie tun sollen

Studie: Senioren haben Probleme mit Risikoentscheidungen.

Studie: Entscheidungsfähigkeit im Alter nimmt ab.

Risiko oder Bremsen? (Foto: lichtkunst.73/pixelio.de)

Risiko oder Bremsen? (Foto: lichtkunst.73/pixelio.de)

Senioren haben einer Studie zufolge Probleme mit Risikoentscheidungen. Ähnlich wie andere kognitive Fähigkeiten wird demnach auch die Entscheidungsfähigkeit im Alter schlechter. Das berichten die Neurobiologin Ifat Levy und ihre Kollegen von der Yale School of Medicine in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut). Ihre Studie ist in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“) veröffentlicht.

Die Wissenschaftler untersuchten die Risikobereitschaft und Entscheidungsfähigkeit von 135 Menschen im Alter zwischen 12 und 90 Jahren. Diese mussten 320 Entscheidungen über Gewinn und Verlust treffen. Zur Wahl standen ein garantierter Gewinn von fünf Dollar und eine Art Lotterie mit einer Chance auf einen größeren Gewinn von acht Dollar oder einer Niete.

Die Verlust-Testserie war genauso aufgebaut: Die Teilnehmer mussten sich entscheiden, ob sie fünf Dollar verlieren oder alternativ mehr oder gar nichts verlieren. Durch die hohe Zahl der Wiederholungen konnten die Forscher außerdem Rückschlüsse über die Entscheidungskonstanz ziehen.

Abnahme der kognitiven Fähigkeiten

Die Studienteilnehmer über 65 Jahre verhielten sich bei der Gewinnentscheidung zurückhaltender und wählten häufiger die garantierte Auszahlung als die Probanden zwischen 30 und 50 Jahren. In den Verlusttests zeigten sich die Senioren dagegen deutlich risikofreudiger. Durch diese widersprüchliche Strategie verloren sie rund 40 Prozent mehr ihres Spieleinsatz als andere Altersgruppen.

Die Forscher sehen darin ein Hinweis auf eine im Alter zunehmende Unbeständigkeit in der Entscheidungsfindung und eine Verschlechterung der Entscheidungsfähigkeit, auch bedingt durch die Abnahme der kognitiven Fähigkeiten.

Außerdem legt die Studie nahe, dass die Risikobereitschaft über die Lebensspanne hinweg gesehen einem U gleicht. Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und Ältere ab 65 gehen deutlich weniger Risiko ein als Erwachsene zwischen 21 und 50 Jahren.

(dpa)

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