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Wenn ein Behindertenbeauftragter eine Bahnreise tut, so kann er was erzählen

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Wenn ein Behindertenbeauftragter eine Bahnreise tut, so kann er was erzählen

Defekte Aufzüge, geschlossene Toiletten, aber auch Fortschritte: Matthias Rösch machte eine Tour durch Rheinland-Pfalz und berichtet darüber in seinem Blog.

Defekte Aufzüge, geschlossene Toiletten, aber auch Fortschritte: Matthias Rösch machte eine Tour durch Rheinland-Pfalz und berichtet darüber in seinem Blog.

Matthias Rösch mit Hans Manger (r.) vom Behindertenbeirat Neustadt am Bahnhof Neustadt (Foto: Inklusion in Rheinland-Pfalz)

Matthias Rösch mit Hans Manger (r.) vom Behindertenbeirat Neustadt am Bahnhof Neustadt (Foto: Inklusion in Rheinland-Pfalz)

Defekte Aufzüge, zu hohe Bahnsteigkanten oder unzugängliche Toiletten machen Rollstuhlfahrern und anderen Menschen mit Behinderungen auf einigen Bahnhöfen in Rheinland-Pfalz nach wie vor das Leben schwer. Das teilte der Landesbeauftragte für Behinderte, Matthias Rösch, nach einer Testreise am Montag mit. Anlass für seine Erkundungen waren die neuen Fahrzeuge im Dieselnetz Südwest, die seit Dezember 2015 in Rheinhessen und der Pfalz den Rheinland-Pfalz-Takt 2015 ergänzen.

Als Beispiel nannte Rollifahrer Rösch in seinem Blog „Inklusion in Rheinland-Pfalz“ den Hauptbahnhof Bingen. Dort sei die Behindertentoilette zwei Jahre lang wegen Vandalismus geschlossen gewesen. Inzwischen sei das Rollstuhlsymbol entfernt und gar keine Toilette mehr ausgewiesen. Außerdem ende das Blindenleitsystem unvermittelt am Übergang zum Bahnhof.

Enormer Fortschritt mit Lücken

Andernorts fehle es an Aufzügen, um vom Bahnsteig weg zu kommen, beispielsweise in Monsheim (Kreis Alzey-Worms). Oder die Aufzüge seien defekt – etwa in Grünstadt.

Positiv wertete Rösch nach seiner Tour im Süden von Rheinland-Pfalz die Züge. Diese seien fast alle modern und barrierefrei. Dennoch müsse die Bahn Reisende besser etwa zu Ansprechpartnern für Notfälle informieren. Bei Umplanungen wisse ein Fahrgast häufig nicht, an wen er sich wenden könne. In einer Mitteilung der Staatskanzlei sprach Rösch von einem „enormen Fortschritt für barrierefreie Mobilität“, fügt indes hinzu: „Aber es gibt noch Lücken.“

Ausführlicher Bericht: Inklusion in Rheinland-Pfalz

(RP/dpa)

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