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Werner-Otto-Preis 2019 – Das sind die Gewinner

Gesellschaft & Politik

Werner-Otto-Preis 2019 – Das sind die Gewinner

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis zeichnet seit 2011 Initiativen aus, die sich im Behindertensport engagieren.

Die stolzen Gewinner vom Alstersport e.V.: (2. Reihe v.l.n.r.) Ina Menzer, Lara Kirschbaum, Senator Andy Grote, (1. Reihe v.l.n.r.) Markus Werner, Laura Schiemann, Aileen Schiemann, Alexander Hocke. (Foto: Alexander-Otto-Sportstiftung)

Die stolzen Gewinner vom Alstersport e.V.: (2. Reihe v.l.n.r.:) Ina Menzer, Lara Kirschbaum, Senator Andy Grote, (1. Reihe v.l.n.r.:) Markus Werner, Laura Schiemann, Aileen Schiemann, Alexander Hocke. (Foto: Alexander-Otto-Sportstiftung)

Der Alstersport e.V. ist Gewinner des diesjährigen von der Alexander-Otto-Sportstiftung ausgelobten Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport. Ausgezeichnet wurde der Verein für sein „Alsterflitzer-Angebot“. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verbunden. Anerkennungen verbunden mit Preisgeldern von jeweils 5.000 Euro erhielten der TSV Bargteheide für sein Inlineskate-Angebot an sehbehinderte und blinde Menschen, das Haus der Jugend in Eidelstedt für das Angebot im Rollstuhl-Skaten und der Hoisbütteler SV für vorbildliche Inklusion im Sport. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, der u. a. die Hamburger Paralympic-Siegerin Edina Müller angehörte.

„Der Preis deckt immer wieder auf, welche großartigen Initiativen es im Hamburger Sport gibt, um behinderten Menschen den Weg in den aktiven Sport zu ebnen. Viele dieser Sportangebote sind inklusiv und fördern damit nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen. Mit dem Preis möchten wir das Engagement würdigen und die Projekte zur Nachahmung empfehlen“,

so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung.

„Den diesjährigen Preisträgern gratuliere ich herzlich. Wir würdigen damit einmal mehr zukunftsweisende Projekte, die einen wesentlichen Beitrag zur Förderung behinderter Menschen im Sport geleistet haben. Ebenso danken möchte ich der Alexander Otto Sportstiftung,die uns mit ihrem großzügigen Engagement seit Jahren dabei unterstützt, das Thema Inklusion nachhaltig voranzutreiben. Unser Anspruch als Active City ist es, auch Menschen mit Behinderung zu integrieren und für den Sport zu begeistern“, so Andy Grote, Sportsenator der Freien und Hansestadt Hamburg

Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Senatsempfangs im Beisein von Sportsenator Andy Grote sowie rund 100 Gästen aus Hamburgs Gesellschaft im Hamburger Rathaus statt. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Werner-Otto-Preis wird seit 2011 durch die Alexander-Otto-Sportstiftung vergeben. Preiswürdig sind Projekte im Bereich des Behindertensports in Hamburg und der Metropolregion, die zur Inklusion und Förderung behinderter Menschen im Sport beitragen.

Gewinner: Alstersport e.V. (15.000 Euro Preisgeld)

Der inklusive Alstersport e.V. wurde 2014 mit dem Schwerpunkt Rollstuhlsport gegründet. Seit dem ist der Verein auf 160 Mitglieder gewachsen und das Angebot erstreckt sich auf fünf Standorte im gesamten Hamburger Stadtgebiet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Jugendarbeit. Alle Sportler bis 27 Jahre zählen zu den Alsterflitzern, die regelmäßig besondere Angebote abseits des eigentlichen Sportbetriebs erhalten. Dazu zählen u.a. Mobilitäts- und Erste-Hilfe-Kurse sowie individuelle Trainingslager zur Vorbereitung auf Wettkämpfe. Die Gruppe besteht zu einem Drittel aus schwerstbehinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dazu zählen solche, die nicht ohne Assistenz essen oder trinken können, die nicht sprechen können oder nachts maschinell beatmet werden müssen. Das Erlernte fördert ihre Selbstständigkeit und hilft ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags.

Anerkennung: TSV Bargteheide (5.000 Euro Preisgeld)

Nach einem erfolgreichen Schnupperangebot beschloss der TSV Bargteheide vor einem Jahr sein Inlineskate-Angebot dauerhaft auf sehbehinderte und blinde Menschen auszuweiten. Jeder Teilnehmer wird durch einen Scout begleitet, der individuell auf den Sportler eingeht und so seinen Lernerfolg sicherstellt. Die Sportler verbessern dabei ihre Beweglichkeit und stärken ihren Gleichgewichtssinn. Im weiteren Verlauf sind Ausfahrten auf Radwegen rund um Bargteheide, die Teilnahme an Inlinewettbewerben sowie abhängig von der Sehbehinderung die Integration in den normalen Trainingsbetrieb geplant.

Anerkennung: Haus der Jugend Eidelstedt (5.000 Euro Preisgeld)

Das Haus der Jugend in Eidelstedt ist seit mehr als zwei Jahren ein Treff für Rollstuhlskater. Rollstuhlskaten hat sich zu einer angesagten Trendsportart entwickelt. Insbesondere Kinder und Jugendliche freuen sich über diese Möglichkeit und trainieren unter der Leitung von WM-Teilnehmer Björn Patrick Meyer. Auch Weltmeister David Lebuser unterstützt das Projekt und hilft den Kindern beim Ausprobieren neuer Sprünge. Durch das Angebot verbessern die Kinder und Jugendlichen ihre Fähigkeiten im Umgang mit dem Rollstuhl. Um den speziellen Anforderungen der Sportler gerecht zu werden, optimiert das Team stetig seine Trainingsbedingungen. So wurde für die jüngeren Teilnehmer in Eigenregie eine Mobilitätsrampe gebaut, um sie in der Bewältigung alltäglicher Barrieren zu schulen. Ziel ist es, behinderten Menschen Zugang zu diesem Sport zu verschaffen und sie physisch und psychisch zu stärken.

Anerkennung: Hoisbütteler SV (5.000 Euro Preisgeld)

Vor 31 Jahren gründete der Hoisbütteler SV die Gruppe „Sport für alle“, die den inklusiven Gedanken lebt und behinderte Sportler in die Organisation einbindet. Was mit dem Einsatz behinderter Sportler als Helfer bei Sport- und Familienfesten begann, wird seit einem Jahr gemeinsam mit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf mit der Ausbildung zu Übungsleiter- und Schiedsrichterassistenten im Floorball vertieft. Die Ausbildungsstellen werden über Special Olympics Deutschland bundesweit ausgeschrieben. Bisher nahmen acht Sportlerinnen und Sportler an dieser inklusiven Ausbildung teil. Die Teilnehmer wenden ihre neu erworbenen Fertigkeiten im laufenden Trainingsbetrieb und bei Schnupperkursen für Floorballanfänger in Hamburg und Schleswig-Holstein an.

(RP/PM)

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