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Wie die Zigarettenmafia das tödliche Risiko vernebeln will

Gesundheit & Medizin

Wie die Zigarettenmafia das tödliche Risiko vernebeln will

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DOSSIER


„Mehr Frauen sterben an Lungenkrebs“

Dr. Martina Pötschke-Langer

Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) erklärt, welche Gefahren von Tabakprodukten ausgehen und warum immer mehr Frauen an Lungenkrebs sterben.


Wer ist besonders von Krebs durch Tabakwaren betroffen?

Bisher waren es vor allem die Männer, die vor 30 bis 40 Jahren mit dem Rauchen begonnen haben. Bei Männern ist nach wie vor der Lungenkrebs die häufigste Todesursache unter allen Krebsarten.

Allerdings ist leider bei Frauen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren im vergangenen Jahrzehnt eine Verdopplung der Lungenkrebstodesfälle aufgrund einer Zunahme des Rauchens zu beobachten. Diese Zunahme des Rauchverhaltens von Frauen hat viele Ursachen, ist jedoch auch der Zigarettenwerbung geschuldet, welche die Tabakindustrie auf Frauen als Zielgruppe ausrichtete.


Welche Krebsarten können durch das Rauchen ausgelöst werden?

Die Krebserkrankungen ziehen sich entlang der Rauchstraße durch den gesamten Körper. Es beginnt in der Mundhöhle, wo Lippen, Zunge und der gesamte Rachenraum sowie die Speiseröhre betroffen sein können. Es geht weiter über die Atemwege bis in die Lunge. Wegen der im Blutkreislauf zirkulierenden krebserzeugenden Substanzen des Tabakrauchs ist auch das Risiko für Harnblasen-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs sowie Leukämie erhöht.


Welche Gefahren gehen von rauchlosen Tabakprodukten aus?

Da auch in rauchlosen Tabakprodukten krebserregende Substanzen vorhanden sind, kann durch den Konsum Krebs hervorgerufen werden – beispielsweise in der Mundhöhle.


Die Tabakwelt schaut auf Australien

Australien plant die strengsten Gesetze gegen Zigarettenwerbung der Welt.

Ein Foto von faulenden Zähnen fast in Kreditkartengröße, Motive von schwarze Lungen und eiternden Geschwüren – diese gruseligen Bilder sollen Rauchern in Australien demnächst als erstes ins Auge stechen, wenn sie Zigaretten kaufen.

Nur die Fotos und Todeswarnungen in großen Lettern dürfen am 1. Dezember noch prominent auf unappetitlich braun-grünlichen Schachteln stehen – die Marke kommt ganz klein darunter. Mit der Verordnung neutraler Verpackungen geht Australien so streng wie kein anderes Land gegen Tabakwerbung vor. Die Tabakkonzerne sind auf den Barrikaden. Sie klagen vor dem höchsten Gericht in Canberra.

Der Showdown dürfte weltweite Konsequenzen haben. Wenn das totale Werbeverbot den Prüfungen der Richter standhält, wollen andere Länder nachziehen, Großbritannien und Neuseeland etwa. „Die Welt blickt nach Australien“, sagte die Chefin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, beim Welttabakkongress im März in Singapur. „Wenn wir Schulter an Schulter stehen, kann keine Tabakindustrie überleben.“


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